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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
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1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
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Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Sie sind hier: Home > Chronik > 1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde

1910 - Bruchmühle wird eine Gemeinde

1910
Erledigt ist die Diakonatsstelle Königlichen Patronats zu Alt-Landsberg, Diözese Strausberg, durch Versetzung des Diakonus Knape.

Der bisherige Diakonus in Alt-Landsberg Karl Friedrich Julius Knape ist zum Pfarrer bei der reformierten Schlosskirchengemeinde zu Alt-Landsberg Diözese Strausberg bestellt. Er wird auch zum Ortsschulinspektor ernannt.

Anmerkung: Beide Bekanntmachungen befinden sich in Amtsblättern von 1910 vom 4. Februar / Nr. 5 sowie vom 27. Mai / Nr. 21.

Am 23. Juli 1910 unterzeichnet der Potsdamer Regierungspräsident die Königliche Genehmigung zur Gründung einer Landgemeinde Bruchmühle zum 1. Oktober 1910.
Nachdem der Beschluss des Kreisausschusses des Kreises Niederbarnim vom 8. Dezember 1909 vorgelegen hat.

Als Grundlage für diesen Beschluss ist die Preußische Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891. Der Wohnplatz Radebrück sowie einige Flurstücke werden in die neue Gemeinde eingegliedert.
Radebrück gehört bis zu diesem Zeitpunkt noch zur Domäne Altlandsberg. Es gibt bereits 223 Eigentümer und mehr als 700 Parzellen sowie 109 Wohnhäuser in beiden Orten.
Die heutige Flur 4 kommt erst später zur Gemeinde. -> 1938

Im September 1910 wird die erste Wahl zu einer Gemeindevertretung für Bruchmühle abgehalten. Diese Wahl soll recht lebhaft verlaufen sein, so ist es überliefert. Im Interesse eines geordneten Wahlverlaufes und unter der Berücksichtigung einer weiteren kontinuierlichen Entwicklung des Ortes wird an die Wähler appelliert, doch die bekannten und vertrauten Männer zu wählen, die sich bereits auch früher schon aktiv für die Vorortcolonie eingesetzt haben.
Eine bürgerliche Gruppierung erringt einen knappen Sieg.
Zum ersten Gemeindevorsteher wird der Sägewerksbetreiber Bruno Schwengberg gewählt. Als weitere Vertreter ziehen in die Gemeindevertretung ein:
die Herren Schmiedemeister Paul Kraemer; Gastwirt Fritz Thurau; Tischler Willi Linnecken; 
Herr Dörschner; Steuererheber Carl Wandrey; Kohlehändler Wilhelm Grabitz; Rentièr (Gastwirt) Albert Nagel; Maurer Hermann Fleischer und Hugo Hanus.

Die Vorortkolonie Bruchmühle erhält zum 1. Oktober1910 ihre Selbstverwaltung.
Damit geht ein seit vielen Jahren ein erfolgreich geführter Bürgerwille mit den Behörden zur Erringung einer Selbständigkeit seinem Ende entgegen.

Im Amtsblatt Stück 31 der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin vom 5. August 1910 ist unter Punkt 778 diese Bekanntmachung veröffentlicht.

Amtsbaltt 1910
Amtsblatt vergrößern

Amtsbaltt

Anmerkung: Die "näher bezeichneten Grundstücke" sind wohl nur aus dem Beschluss des Kreisausschusses vom 8. Dezember 1909 zu entnehmen, um zu wissen, welche Flächen gemeint sind.
Bei den 121 ha handelt es sich offensichtlich um Land, dass zur Domäne gehörte und zur Fläche, die August Ehlert erworben hat, hinzugerechnet werden muss.
In den Amtsblättern von 1910 gibt es dazu keine Hinweise.

Im Oktober 1910 wird wieder ein Schulvorstand gewählt.
Ihm gehören der Gemeindevorsteher Bruno Schwengberg, der Pfarrer Julius Knape, der Lehrer Karl Struwe, der Gastwirt Albert Nagel sowie ein Herr Bohm an.

In einer Mitteilung des Königlichen Landrates des Kreises Nieder-Barnim an die Königliche Regierung vom 18. November 1910 heißt es:

"Unter Bezugnahme auf meinem Bericht vom 5. August d. J.; - A 8871 - zeige ich an, daß die weitere Konstituierung der neuen Gemeinde nunmehr erfolgt ist. Als Gemeindevorsteher ist der Ingenieur Bruno Schwengberg gewählt und bestätigt worden."

J.A. Regierungsassessor

In einer Bekanntmachung des Königlichen Regierungspräsidenten über abzuhaltende Märkte ist aus den Mitteilungen für 1911 zu entnehmen, dass Altlandsberg drei genehmigte Krammärkte am
9. März, 29. Juni und am 26. Oktober durchführen darf.

 

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