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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
Punkt 7. Jahrhundert -134
Punkt 1150-1220
Punkt 1225-1247
Punkt 1260-1333
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1428 Die Ersterwähnung der Mühle
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1893 Die Entstehung einer Siedlung
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1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
Punkt 1910
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Punkt Die Schwengberg´s
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1945- September 1990 Bruchmühle in der SBZ und der DDR

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1993 eine Gemeinde im Amt Altlandsberg
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Punkt 2000-2001

2003 Ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg
Punkt 2002-2003
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Punkt 2009-2013



Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Sie sind hier: Home > Chronik > 1428 - 1884

Chronik 1428- 1884

1428 - Die Ersterwähnung der Mühle
Die Bruchmühle (Bruckmolne) wird 1428 erstmalig erwähnt.
Sie geht in den Besitz des Rittergeschlechtes derer von Krummensee über. Die von Krummensees kommen als Siedler um 1220 in unsere Gegend.
Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass die Gründung der Mühle sehr viel älter ist. Diese älteste Erwähnung steht in einer Urkunde der Stadt Altlandsberg (Alt Landsberg) vom Gregorstage, einem17.März von 1428.
Aus dieser Urkunde geht hervor, dass die von Krummensees in Altlandsberg ein Schloss gebaut hatten, auf das die Stadt keinen Anspruch besaß.
Von den drei Wassermühlen gehörte der Stadt nur die "Blumbergsche molne" (Blumberger Mühle), während die "Nye molne" (Neue Mühle) ebenfalls den von Krummensees gehörte.
 
In dieser Urkunde mit der ältesten Erwähnung der Bruchmühle heißt es:
 
"Die Bruchmühle soll den Krummenseern bleiben mit dem Teich, ausgenommen das Rohr
auf dem Teich und das Fließ bis nach Eggersdorf, das soll der Stadt Freiheit sein.
Auch soll die Stadt in dem vorgeschriebenen Fließ ihre freie Fischerei freihaben in dem Fließ, das aus dem Bötzsee läuft, ohne Wehre: die Krummenseer sollen darin ihre Wehre behalten, die sie gebaut haben. Rohr und Gräser, die in dem Fluß sind und darum, das soll der Stadt Freiheit sein. Auch die Goldbäke und das Fließ unterhalb der Bruchmühle mit  Rohr, Graswuchs und Fischerei sollen der Stadt Freiheit sein."
 
Anmerkung: Die Blumberger Mühle wird bereits 1375 erstmalig erwähnt, während die Neue Mühle mit der Bruchmühle 1428 genannt wird.
Das Geschlecht derer von Krummensee gehörte damals zu den Rittergeschlechtern, aus denen sich in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts der Landadel herausbildete.
 
Als Goldbäke wird das Fließ bezeichnet, dass aus der Buchholzer Richtung in den Mühlenteich mündet.
 
Bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts hielten auch neue Siedler, vor allem die Flamen und Holländer Einzug östlich der Elbe und brachten ihr Wissen im Brunnen- und Kanalbau mit, sowie das Anlegen von Teichen zur Fischzucht.
Der Mühlenbau hält Einzug ins Brandenburgische, deren Existenz die Voraussetzung bot, auch Siedlungen anzulegen.
 
Wassermühlen
 
Unsere Wassermühlen gehen bis auf die Zeit der Antike zurück. Die römischen Wasserräder waren unterschlächtig, das heißt, das Wassser schlug von unten an das Mühlrad. Dieses gut funktionierende System wurde im Mittelalter meist von den rückenschlächtigen Wasserrädern ersetzt.
Weiter verbreitet sind die oberschlächtigen Wasserräder, bei denen das Wasser über das Rad hinweggeführt wird.
Das Mahlwerk einer Mühle hat zwei Arbeitsgänge, in dem das Schroten des Getreides zwischen zwei Mahlsteinen erfolgt. Im Sichter- oder Beutelwerk erfolgt die Trennung von Mehl und Kleie.
 
Unter einer Mühle verstand man ursprünglich eine Einrichtung zum Kornmahlen. Später nutzte man die Antriebseinrichtungen als sogenannte Mühlenwerke auch für andere gewerbliche Zwecke (Stampf-, Säge-, Walkmühlen u.ä.). Außerdem finden wir Kombinationen unterschiedlicher Mühlentypen (Wasser- und Windmühlen, sowie Tiermühlen), die Nutzung eines Mühlenkörpers zunächst als Säge-, dann als Getreide-, zuletzt als Lohmühle.
 
1432
Die Böhmischen Hussiten fallen wiederholt in die Mark ein. Es kommt zu Plünderungen und Brandschatzungen im Barnim.
Nach Angriffen auf Lebus, Müncheberg, Strausberg und Buckow erreicht das Heer am 23.April 1432 die Stadt Bernau. Altlandsberg wird zwischen dem 17. und 19.April 1432 mehr oder weniger im Vorbeimarsch von den Hussiten besetzt.
 
1440
Unter der Herrschaft von Arndt von Krummensee wird die Stadtkirche als einfache Basilika vollendet.
In ihr wird das Erbbegräbnis derer von Krummensee angelegt.
 
1451
Das Kurfürstliche Hofgericht wird von Tangermünde nach Cölln an die Spree verlegt, ein weiteres Anzeichen dafür, dass Friedrich II. die Spreestädte zur Residenz machen möchte.
 
Anmerkung: In der Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelt sich aus den drei Niederbarnimschen Vogteilen Liebenwalde, Bötzow (Oranienburg) und Cöpenick 12 kurfürstliche Ämter, die von dem Adel angehörigen Amtsleuten geführt werden.
 
In Niederbarnim gibt es in nächster Zeit 27 Wasserstellen und 26 Windmühlen auf dem Lande sowie 35 Mühlen bei den Städten.
 
In einem Register von 1451 werden die Namen "Dystrictus hoghen Barnym" für den Nieder- und Oberbarnim gebräuchlich.
 
1459
Pabst Pius II. privilegiert die Rechtsstellung der Kurfürsten von Brandenburg. Die Markgräfliche Gerichtshoheit ist im vollen Umfang anerkannt und das fürstliche Kammergericht verdrängt die Hofgerichte.
 
1472
Der Besitz von "Stat vunde Slos lanzeberg" wird den Brüdern Heinrich, Ebel, Hans, Matthias und Henning von Krummensee bestätigt.
Die rechtliche Doppelstellung von Stadt und Burg wird in dieser Formulierung deutlich.
Von Bedeutung war die Festlegung des Kurfürsten, dass in Zukunft kein Krummensee mehr Hufen, Höfe oder Häuser kaufen solle.
Die Stadt sollte also nicht durch Verkauf geschwächt werden.
Das 15. Jahrhundert erweist sich als eine relativ gute, weil ruhige Zeit für Altlandsberg.
 
Kurfürst Friedrich II.,gen. Eisenzahn 19.11.1413 / 1440 - 10.02.1471
 

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