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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
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Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

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 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Sie sind hier: Home > Chronik > 1893-1910

Chronik 1893-1910 8.Seite

Am 7. Dezember 1909 ist folgender Leitartikel im "Niederbarnimer Anzeiger" zu lesen: 

Die Einweihung der Kapelle in Bruchmühle 

Ein schöner klarer Wintertag! So recht gemacht, um ein Fest zu begehen.
Blitzender Sonnenschein, der in die Herzen leuchtete. Sehr zahlreich waren die, die gekommen waren, um der Einweihung der Kapelle in Bruchmühle am 2. Adventsonntage beizuwohnen.
Sehr zahlreich diejenigen, die auch an der festlichen Veranstaltung nach dem Gottesdienste teilnahmen.

Schon vor 11 Uhr war das schmucke, kleine Gotteshaus mit einer andächtigen Menge gefüllt, die sich, als der Zug der Ehrengäste erschien, so vermehrte, dass jedes Plätzchen ausgenutzt war und im Mittelgange die Menschen dicht gedrängt standen.

Im Schulhause ordnete sich der Zug: Landrat von Roedern, Konsistorialpräsident Dr. Steinhausen, Generalsuperintendent  D. Köhler, Konsistorialrat Dr. Neumann, Superintendent Dr. Baethge, Amtsrat Schrader, Pastor Knape, Oberpfarrer Jemisch, die Ältesten der Gemeinde, viele Geistliche der Umgegend.

Am Gotteshause angekommen, empfing Präsident Dr. Steinhausen den Schlüssel aus der Hand des Erbauers, des Herrn Ingenieurs Schwengberg, ersterer gab ihn an Herrn Superintendenten D. Köhler und dieser an Herrn Pastor Knape, worauf letzterer die Kirche aufschloss und von ihr Besitz nahm.

Der Zug bewegte sich nun bis zum Altar.

Es trugen die Herren Brädickow sen. den Hostienteller, Glade den Kelch, Schwengberg sen. die Bibel.

Es folgte nun in der Reihe der vorgesehenen Ordnung die Weihe der Kirche und die Predigt. Eingeleitet wurde die heilige Handlung durch den Vortrag des "Forschen nach Gott" von Mitgliedern des Chores der Neuen Akademie für Männergesang, dann folgte die Ansprache und Weiheakt durch Herrn Generalsuperintendent D. Köhler, der seine Rede das Wort:" Freuet Euch im Herrn allewege", zu Grunde legte.

Der stimmungsvolle Vortrag von Schuberts "Allmacht durch Frau Konzertsängerin Orlau mit ihren ausgezeichneten Stimmmitteln leitete zur Liturgie, gehalten von Herrn Superintendent Baethge, über Das niederländische Gebet vorgetragen vom Chor der Neuen Akademie für Männergesang schloss sich hier ein, worauf Herr Pfarrer Knape eine herzliche von Dank für Gott und die Arbeit der Gemeinde erfüllte Predigt hielt, der das Wort 1. Samuel 7, 12 : "Bis hierher hat Gott geholfen" zu Grunde legte.

Vater unser und Segen des Generalsuperintendenten beschloss die Einweihung, der sich nach dem Männervereinsvortrag: "Sonntag ist´s", die Taufe von drei kleinen Bruchmühlern anschloss.

Der erste Täufling war das Töchterchen des Herrn Magistratssekretär Dörschner.

Es sei auch der Vollständigkeit wegen hervorgehoben, dass sich die kleinen Weltbürger sehr manierlich betrugen.

Damit schloss der erste Gottesdienst.

Der Einweihung folgte ein von Herrn Nagel trefflich ausgerüstetes Festmahl, an dem, außer den Ehrengästen, sehr zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste aus Nah und Fern teil nahmen.

Den ersten Toast brachte Herr Präsident Dr. Steinhausen auf den Kaiser und König aus. Darauf überreichte er Herrn Pastor Knape den ihm verliehenen Roten Adlerorden, eine Auszeichnung, worüber die ganze Festgesellschaft durch lebhaften Beifall quittierte.

Der Toast des Herrn D. Köhler galt Bruchmühle und seiner Entwicklung. In seinem Trinkspruch dankte Herr Superintendent Baethge allen denen, die das Werk gefördert haben. Er hob dabei die Opferfreudigkeit der Gemeinden Zinndorf, Kienbaum und Bruchmühle in Bezug auf die Erhaltung und Neuschaffung ihrer Gotteshäuser hervor.

Seine Parallele der Entwicklung Alt-Landsberg und Bruchmühle war nur zu wahr: In Bruchmühle sind binnen wenig Jahren eine große Anzahl Gebäude entstanden.

In Alt-Landsberg gilt ein Hausbau als Ereignis. Wir pilgern hin und sehen uns den Bau als etwas Wunderbares an.

Sein Trinkspruch endete mit einem Hoch auf das Kirchenregiment, wenn "wir auch sonst nicht gerade für Behörden schwärmen, so lernen wir sie doch lieben", wenn sie so für uns wirken und unterstützen...

 

Hier endet der Leitartikel, das Ende dieses Artikels liegt leider nicht vor.

 

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