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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
Punkt 7. Jahrhundert -134
Punkt 1150-1220
Punkt 1225-1247
Punkt 1260-1333
Punkt 1335-1376
Punkt 1388-1411
Punkt 1415

1428 Die Ersterwähnung der Mühle
Punkt 1428-1472
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Punkt 1668-1708
Punkt 1710-1713
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Punkt Die Freiherren von Schwerin-2.Seite
Punkt 1735-1755
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1893 Die Entstehung einer Siedlung
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Punkt 1903-1905
Punkt 1906-1908
Punkt 1909, Die Gartenbauausstellung zu Bruchmühle
Punkt Die Einweihung der Kapelle in Bruchmühle

1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
Punkt 1910
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Punkt Die Schwengberg´s
Punkt 1925-1927
Punkt 1928
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Punkt 1930-1933
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Punkt 1944

1945- September 1990 Bruchmühle in der SBZ und der DDR

Punkt 1945-1946
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1993 eine Gemeinde im Amt Altlandsberg
Punkt 1990-1993
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Punkt 1997-1999
Punkt 2000-2001

2003 Ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg
Punkt 2002-2003
Punkt 2004-2005
Punkt 2006-2008
Punkt 2009-2013



Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Chronik 1893-1910 2.Seite

1896
Im Mai 1896 wird eine, über das Fließ privat finanzierte Brücke fertiggestellt.
Die Kaiser-Wilhelm-Brücke verbindet die heutige Kastanienallee mit der Buchholzer Straße.
-> 1935

Im Mai 1896 erhält die Vorortcolonie ihren ersten Briefkasten. Dieser wird am "Gasthaus zur Bruchmühle" an der heutigen Ecke Landsberger Straße / Buchholzer Straße angebracht.

An einigen Standorten stehen bereits erste Häuser, in deren Folge auch Gastwirtschaften ihren Betrieb aufnehmen. Eines der markantesten Gebäude stellt zu dieser Zeit das "Gasthaus zur Bruchmühle" dar, dass die damalige Ortsmitte kennzeichnet.

Am 30. August 1896 veranstalten die Einwohner erstmalig ein Sommerfest in ihrer Colonie.

Am Ausgang der Buchholzer Straße zum Forst wird über das Fließ eine privat finanzierte Brücke errichtet. Etwas weiter südlich entsteht ein provisorischer Fließübergang an der Prinz-Heinrich-Straße, der heutigen Fichtestraße.

Anmerkung: In Preußen werden erst ab 1896 Straßennummerierungen eingeführt.

1897
Der Berliner Fabrikant und Handelsrichter A. Daumann erhält auf der diesjährigen Generalversammlung das weitere Vertrauen, den Vorsitz im Vorortverein zu führen. Mit seiner Person als Führungspersönlichkeit profiliert sich der Verein in seinen Zielsetzungen zur Entwicklung der Vorortcolonie.

Mit einem Wanderführer wirbt der Vorortverein für einen Zuzug in die Vorortcolonie.
Der geschäftstüchtige Vorstand erkennt, das es von Vorteil sein könnte, auf diese Weise für die Vorortcolonie zu werben, indem auf die Naturschönheiten und der bevorzugten Lage der Siedlung aufmerksam gemacht werden würde. -> 1907

In einem Schreiben an den Vorstand des Touristenclubs für die Mark Brandenburg heißt es:
"Im Interesse unserer neu entstehenden Colonie Bruchmühle gestatten wir uns den wahrlichen Touristenclub darauf aufmerksam zu machen, daß Bruchmühle, Station Fredersdorf, Ostbahn, in hervorragend schöner und gesunder Lage somit an das breite und fischreiche Fredersdorfer Fließ und dem prachtvollen Alt-Landsberger Wald - gemischter alter Baumbestand - grenzt und sich für den Sommeraufenthalt um so mehr eignet, als der große Strom der Berliner Ausflügler Bruchmühle noch nicht kennt, daß Leben dort also ganz einsam und billig ist.
Außer den drei Gastwirtschaften Nagel, Dummert und Linneken stehen auch Privaträume mietsweise zur Verfügung.
Es sollte uns freuen, wenn diese Anregung den wahrlichen Club veranlassen würde, in den ihm zugangigen Kreisen unsere Colonie zu empfehlen.

Mit freundlichsten Dank im Voraus.

Hochachtungsvoll
i.A. Vorortverein Bruchmühle
Albert Daumann 1. Vorsitzender"

 

Der 21. März ist ein großer Tag in der noch jungen Vorortcolonie. In der Buchholzer Straße wird in Höhe der Einmündung zur Lützowstraße (Wiesenring) eine Stieleiche gepflanzt, die als sogenannte "Kaisereiche" in die Ortsgeschichte eingeht.
In einer Bürgerinitiative wird ein kleiner Festplatz angelegt. Der Tag wird mit einer patriotischen Feier begangen, der gegen Abend mit einem Tanzvergnügen abschließt.

In einer Bitte des Vorstandes der Vorortcolonie heißt es dazu:

Euer Hochwohlgeboren!
Zum Andenken an weiland Sr. Majestät Kaiser Wilhelm I. beabsichtigt der unterzeichnete Verein Sonntag den 21. März 1897 Nachmittags in Bruchmühle auf einen in der Kaiser-Wilhelm-Straße anzulegenden Schmuckplatze eine Kaiser-Eiche zu pflanzen.
Im Anschluß daran soll für unsere Mitglieder und deren Gäste eine patriotische Feier nebst Tanzvergnügen vom Verein im Restaurant Wotschke veranstaltet werden, wozu wir die behördliche Erlaubnis für die ganze Nacht zum Montag beim Herrn Landrat zu befürworten bitten.

Berlin, den 6. Februar 1897

Anmerkung: Hintergrund dieser in vielen Orten stattfindenden Feierlichkeiten ist eine Anweisung des Regierungspräsidenten in Potsdam, den 100. Geburtstag seiner Majestät Wilhelm I. würdig zu begehen.
Zuvor hat in einer Festrede am 26. Februar Kaiser Wilhelm II. vor dem Brandenburgischen Provinziallandtag dafür geworben, seinen Großvater (Kaiser Wilhelm I.) künftig "Kaiser Wilhelm den Großen" zu nennen.
Ein großes Volksfest findet aus diesem Anlass auch in Fredersdorf statt.

Am alten Gotteshaus von Petershagen wird der Turmneubau vollendet. Die Grundsteinlegung für das neue Kirchenschiff erfolgt erst am 24. Juli 1909.
Der barocke Kanzelaltar wird in die neue Kirche wieder eingebaut. Die Kirche erhält eine Orgel der Orgelbauanstalt der Gebrüder Dinse aus Berlin.

Auf dem Strausberger Torturm in Altlandsberg wird mit Hilfe von Bürgern ein Wagenrad montiert, dass dann auch tatsächlich von den Störchen für ihren Nestbau angenommen wird.
Seitdem sprechen die Bürger auch von ihrem "Storchenturm".

Landrat Wilhelm von Waldow im Amt vom 01.01.1892 - 17.02.1898

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