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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
Punkt 7. Jahrhundert -134
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Punkt 1260-1333
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1428 Die Ersterwähnung der Mühle
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1893 Die Entstehung einer Siedlung
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Punkt 1909, Die Gartenbauausstellung zu Bruchmühle
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1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
Punkt 1910
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Punkt Die Schwengberg´s
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1993 eine Gemeinde im Amt Altlandsberg
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2003 Ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg
Punkt 2002-2003
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Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Sie sind hier: Home > Chronik > 1428 - 1884

Chronik 1428- 1884 - Seite 19

1882
In diesem Jahr erfolgt die Aufnahme des Berliner Vorortverkehrs bis zum Bahnhof Fredersdorf.
Mit der Einführung eines regelmäßigen Bahnverkehrs nimmt auch das Interesse zu, das Berliner Umland zu entdecken. Es entwickelt sich eine rege Siedlungstätigkeit.

Auf dem Altlandsberger Gutshof entsteht 1882 für den seit 1865 amtierenden Amtsrat und Domänenpächter Dr. phil. Heinrich Schrader ein neues Gutshaus.

Anmerkung: Berlin wächst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stetig zu einer Metropole heran. Um deren Bedeutung als Deutsche Reichshauptstadt Rechnung zu tragen, wird Berlin ab 1881 ein eigener Regierungsbezirk in Brandenburg neben Potsdam und Frankfurt (Oder).

Im März 1890 gewinnt zum ersten Mal ein Sozialdemokrat einen märkischen Wahlkreis. Der Rechtsanwalt Dr. Arthur Stadthagen siegt für die SPD im Kreis Niederbarnim. Er vertritt den Landkreis im Deutschen Reichstag (1867 - 1917).

Aus der Fredersdorfer Chronik sind folgende Wahljahre entnommen bzw. ergänzt:

1872    1875    1878    1881    1884    1887    1890    1893    1896    1899    1902    1905    1908
1911    1914    1919    1922    1925    1928   

Um welche Wahlen es sich in diesen Jahren handelt, ist etwas unklar, da es ja Wahlen zu den Reichstags- und Provinziallandtagen sowie Kommunalwahlen gegeben hat.

1884
An der Landesstraße vor dem Ortseingang Radebrück steht eine Eiche, die mit einer Holztafel versehen ist. Diese Tafel könnte genau einhundert Jahre nach der Gründung des Kolonistendorfes Radebrück angebracht worden sein. Der Text auf der Tafel sei hier aus dem Wanderführer wiedergegeben:

Senke freundlich, oh Baum !
Die schattenden Zweige zur Erde,
Jedem der dich dir nahet,
Säusele Kühlung herab.
Gieb dem Zweifelnden Hoffnung,
Dem Müden stärkende Ruhe,
Und dem Liebenden gieb -
Dass ihm begegne sein Glück.

Eine Geschichte zur Tafel an der Eiche bei Radebrück

Um diese Eiche rankten sich verschiedene Sagen. Eine dieser Sagen davon könnte glaubhaft sein, denn durch Vergleiche von Jahreszahlen erscheint diese kleine Geschichte in einem anderen Licht:
In der Altlandsberger Schulchronik taucht der Name des Lehrers Hermann Holtorff auf. Dieser wurde 1854 in Kyritz geboren. Nach seinem Schulabschluß tritt er 1875 in den Schuldienst ein und unterrichtet die Klasse 4 an der Stadtschule. Der junge Lehrer könnte 1884 diesen Spruch gedichtet haben und hat ihn dann auf eine Tafel bringen lassen. Die dortige Eiche war der richtige Ort dafür. Möglicherweise gab es hierzu verschiedene Anlässe, die aber nicht konkret überliefert sind.
Es könnte sein 30. Geburtstag gewesen sein, den er am 17. März 1884 feiert, aber auch eine Verlobung oder Hochzeit könnten Anlässe gewesen sein. Ein Hinweis auf das Anbringen der Tafel findet man in einem Wanderführer von Bruchmühle aus dem Jahre 1897. Der junge Lehrer war offensichtlich sehr naturverbunden und unternahm häufig, auch mit Freunden, zu denen der Altlandsberger Malermeister Lienau gehört, Wanderungen in den Stadtforst und macht auch des öfteren Rast an der Eiche.
Das Forsthaus liegt ganz in der Nähe, so dass er hier häufig ein- und ausgeht.
Bei einer dieser Gelegenheiten lernt er seine spätere Frau, die Tochter des Försters Hansmann kennen. Der Lehrer hat wohl auch einen ausgeprägten Sinn für Romantik gehabt, jedenfalls ist überliefert, dass beide später eine sehr glückliche Ehe geführt haben.
Seine Freunde halfen ihm deshalb gern bei der Realisierung dieses wunderschönen Ansinnens.
Der Malermeister malte den Spruch auf die Tafel und der Förster hilft ihm, die Tafel an der Eiche zu befestigen.
Da gibt es aber auch noch den Restaurationsbesitzer und Jagdpächter Wagner, der auch seinen Anteil am Gelingen des Festes beigetragen haben soll.
Dieser Tag ist ganz sicher in einer fröhlichen Runde ausgeklungen.
Für den Vorbeifahrenden ist die neu aufgestellte Tafel gut zu erkennen, steht sie doch seit November 2009 vor der Eiche am Straßenrand.
Seit 125 Jahren begleitet uns also der Spruch auf der Tafel. Der Lehrer und Kantor Holtorff schied 1921 aus dem Schuldienst aus.

1891

Die Deutsche Reichsbahn führt für den Vorortverkehr einen einheitlichen Tarif ein, der gegenüber dem Normaltarif deutlich reduziert ist. Dieser Tarif gilt auch bis nach Strausberg und Rüdersdorf.

 Kaiser Friedrich III.  18.10.1831 / 09.03.1888 - 15.06.1888

 Nur 99 Tage hat die Regierung Friedrich III. gezählt.

  Kaiser Wilhelm II      27.01.1859 / 15.06.1888 - 04.06.1941

 Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg geht er am 10.11.1918 ins Exil nach Holland. Am 28.11.1918 verzichtet er auf den Thron.

 

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