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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
Punkt 7. Jahrhundert -134
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Punkt 1225-1247
Punkt 1260-1333
Punkt 1335-1376
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1428 Die Ersterwähnung der Mühle
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Punkt 1720-Die Freiherren von Schwerin in Altlandsberg
Punkt Die Freiherren von Schwerin-2.Seite
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1893 Die Entstehung einer Siedlung
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Punkt 1906-1908
Punkt 1909, Die Gartenbauausstellung zu Bruchmühle
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1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
Punkt 1910
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Punkt Die Schwengberg´s
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1945- September 1990 Bruchmühle in der SBZ und der DDR

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1993 eine Gemeinde im Amt Altlandsberg
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Punkt 2000-2001

2003 Ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg
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Punkt 2009-2013



Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Chronik 1428- 1884 - Seite 12

Seidenspinnerkolonien in Brandenburg

Die böhmischen Einwanderer waren sehr willkommene Arbeitskräfte, die vor allem als Handwerker tätig waren. Insbesondere ihre Kunst im Textilgewerbe erlebt einen großen Aufschwung, denn nur von der Landwirtschaft konnte man nicht leben.
König Friedrich II. interessiert sich schon frühzeitig während seiner Regierungszeit für die edlen Seidengewebe, ist er doch begeistert, auch diese Stoffe in seinen Landen herstellen zu können, da seine Soldaten Uniformen benötigen.
Rings um Berlin entstehen deshalb neue Siedlungen, die dem Zweck dienen, der einheimischen Textilwirtschaft neue Möglichkeiten zu erschließen. In einer Kabinettsorder vom 18.August 1750 befiehlt er die Ansiedlung von Familien in neu anzulegenden Dörfern.
Er führt die Seidenraupenzucht ein und lässt überall im Lande Maulbeerbaumplantagen anlegen.
Zwei Jahre später erlässt Friedrich II. auch ein "Reglement für Prediger, Küster und Schulmeister der Chur-Marck Brandenburg wegen Pflanzung der Maulbeer-Bäume".
Allerdings vertragen die Bäumchen trotz aller Hege und Pflege nicht das Klima.
In Freienwalde findet der König mit dem untriebigen Tischler Deutsch jemanden, der sich sehr intensiv für den Seidenanbau interessiert und ihn deshalb auch als Spezialist sehr schätzte.
Der Tischler Deutsch wird zum "Königlichen Kultivator".
In der Stadt gibt es sehr viele Maulbeerbaumpflanzungen und demzufolge eine nicht unbedeutende Seidenraupenzucht.
Um 1765 wird in der Nähe des Freienwalder Schlosses ein sogenanntes Seidenhaus erbaut.
Auch das Gebäude der heutigen Sparkassenfiliale in Wriezen geht auf diese Zeit zurück. Es entsteht 1781 als Seidenbauhaus. Bereits ab 1763 wird in Wriezen eine Weberkolonie eingerichtet.
1753 entsteht südlich von Dahlwitz die Seidenspinnerkolonie Kiekemal (heute Mahlsdorf Süd)
Bedeutende Siedlungen werden unter anderem in Sachsenhausen, Phillipsthal, Marienwerder und Friedrichshagen errichtet, dass als größte Siedlung in der Mark eine herausragende Bedeutung erreicht.
Auch um Altlandsberg herum entstehen einige Plantagen mit bis zu 1600 Maulbeerbäumen.
Die abgeernteten Kokons gehen nach Potsdam und werden dort weiterverarbeitet.

König Friedrich II. (der Große) 24.01.1712 / 1740-17.08.1786
bis 1772 König in Preußen, ab 1772 König von Preußen, Sohn von Friedrich Wilhelm I.

1757
Am 12.Juni 1757 ereilt dem Altlandsberger Schloss sein Schicksal. An jenem Sommertag feiert der Domänenpächter Jannicke eine Hochzeit und benutzt dazu auch die Schlossküche. Bei der Arbeit in der Küche bricht ein Feuer aus, dass sich schnell ausbreitet und den Schlossbau erfasst. Bei diesem Brand wird auch die Schlosskapelle in Mitleidenschaft gezogen. Damit ist die Geschichte des Schlosses besiegelt. Später werden bis zu 600.000 Steine der abgetragenen Ruine nach Berlin transportiert und dort weiter verwendet.

1768
Im Jahre 1768 wird aus den Resten der abgetragenen Schlossruine die Schlosskirche unter Nutzung alter Fundamente wieder errichtet.
Beim Wiederaufbau werden drei Original Sandsteinportale des ehemaligen Schlosses - das Schwerin-Portal von 1662, das Königsportal mit Adler von 1710 und das Westportal von 1670 eingebaut.
Erst 1802 ersetzt ein Turmneubau mit Wetterfahne den Fachwerk-Glockenturm von 1768. Weitere Umbauten werden 1896 vorgenommen.

König Friedrich Wilhelm II. 25.09.1744 / 17.08.1786-16.11.1797 Neffe von Friedrich II.

Anmerkung: Die Forstwirtschaft in Preußen wird 1770 neu geordnet. Mit der Einrichtung eines Forstdepardements wird eine zentrale Verwaltung aufgebaut. Durch den Aufbau der Industrie und des Anlegens von Kolonien wird dem Raubbau des Holzeinschlages Einhalt geboten. Das System von Kahlschlag und Wiederaufforstung wird eingeführt. Diese Reform bringt die Gründung zahlreicher Förstereien und den Bau von Waldarbeiterhäuser mit sich.

Friedrich Wilhelm II. erlässt am 1. Juni 1794 ein "Allgemeines Landrecht für die Preussischen Staaten". Es manifestiert eine gewisse Rechtssicherheit für die brandenburgisch- preußischen Untertanen. Es gilt als Zivilrechtsbuch bis 1900.

 

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