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Autor der Chronik: Peter Sagert

Die Region des Barnim im Mittelalter
Punkt 7. Jahrhundert -134
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Punkt 1225-1247
Punkt 1260-1333
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Punkt 1415

1428 Die Ersterwähnung der Mühle
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Punkt Die Freiherren von Schwerin-2.Seite
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1893 Die Entstehung einer Siedlung
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Punkt 1898-1900
Punkt 1901-1902
Punkt 1903-1905
Punkt 1906-1908
Punkt 1909, Die Gartenbauausstellung zu Bruchmühle
Punkt Die Einweihung der Kapelle in Bruchmühle

1910 Bruchmühle wird eine Gemeinde
Punkt 1910
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Punkt Die Schwengberg´s
Punkt 1925-1927
Punkt 1928
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Punkt 1930-1933
Punkt 1934-1937
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Punkt 1944

1945- September 1990 Bruchmühle in der SBZ und der DDR

Punkt 1945-1946
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1993 eine Gemeinde im Amt Altlandsberg
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Punkt 2000-2001

2003 Ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg
Punkt 2002-2003
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Punkt 2009-2013



Quellen und Literaturverzeichnis

historische Karten

historische Ansichtskarten

 Presse:

jahrbuch 2006
Bruchmühle - im Blickfeld politischer Erinnerungen vom Mai 1945
Autor: Peter Sagert

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Jahrbuch 2010
100 Jahre Bruchmühle
Von einer Mühle zum Aufbruch in ein neues Jahrhundert
Autor: Peter Sagert
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Chronik 1930-1933

1930

In der in diesem Jahr am 25. Januar 1930 stattfindenden Generalversammlung des "Vorort- und Grundbesitzervereins" wird der Beschluss gefasst, sich künftig "Communalverein der Haus- und Grundstücksbesitzer Bruchmühle - Radebrück" zu nennen.

 

Anmerkung: Die Ziele und Vorstellungen des Vorgängervereins sind erfüllt. Jetzt geht es darum, sich den geänderten Bedingungen anzupassen und sich eine Satzung zu geben, die den neuen Voraussetzungen entspricht.

Bruchmühle ist gekennzeichnet durch eine weitere Besiedlung, wodurch der Wohnhausbau erheblich zunimmt.

Ein günstiges Grundstück auf dem Lande wird mehr wert als die laute und staubige Wohnung in Berlin.

 

1931

Neben der Kapelle am Waldring wird ein Glockenstuhl errichtet, an dem die beiden Glocken ihren Platz finden, die bisher im Glockenstuhl auf dem Dach der Kapelle zu finden waren.

Etwas früher, das Jahr ist leider nicht bekannt, ist nämlich durch die Last der Glocken der Glockenstuhl auf dem Dachfirst eingebrochen.

Die evangelische Gemeinde entschließt sich deshalb, ein mehrere Meter hohes Eisengerüst anfertigen zu lassen.

Nur wenige Jahre später wird eine der Glocken für Kriegszwecke eingeschmolzen.

 

1932

Ab dem 1. April 1932 wird der Lehrer Carl Struve in den Ruhestand verabschiedet. Er muss aufgrund eines langjährigen körperlichen Leidens, dass er sich womöglich im Kriege zugezogen hat, aufgeben.

Mit seinem 30jährigem Dienst an der Bruchmühler Schule geht ein Zeitabschnitt zu Ende, in der sich dieser Lehrer für Verdienste an dieser Schule sowie für das Gemeinwohl im Ort erworben hat.

Er war es auch, der seit Beginn der Aufnahme seiner Lehrertätigkeit ab 1902 eine Schulchronik verfasst.

Die Leitung des Schulbetriebes übernimmt nun der Lehrer Otto Schneider. Die 2. Lehrerstelle wird durch Clara Hunschke aus Kalkberge (Rüdersdorf) besetzt.

Am 7. April erfolgt die feierliche Amtseinführung des Lehrpersonals in Gegenwart des Schulvorstandes und der Gemeindevertretung.->1938

 

Anmerkung: Ab dem 23. Oktober 1932 wird in Dahlwitz-Hoppegarten die erste Personenbeförderungslinie von Birkenstein über den Bahnhof Hoppegarten nach Dahlwitz eingerichtet.

Die Genehmigung dazu erhält das Kraftfahrunternehmen von Hedwig Fisch aus Bruchmühle (Fichtestraße).

 

1933

Die "Freien Sportler" müssen endgültig ihre Gemeinschaft auflösen. Der Arbeitersport mit seinen Vereinen wird regelrecht zerschlagen.

Noch im selben Jahr wird aber ein "Verein für Ballspiele" (VfB) aus der Taufe gehoben.

Vonseiten der Vereinsführung gibt es alsbald Bestrebungen, mit dem "Sportverein von Blau-Weiß Eggersdorf" eine "Spielvereinigung Blau-Weiß Bruchmühle-Eggersdorf" zu gründen.

Dieser neue Verein verfügt über 8 Fußballmannschaften in den unterschiedlichsten Altersgruppen, sowie 3 Handballmannschaften.

Gespielt wird sowohl in Bruchmühle als auch auf dem Waldsportplatz in Eggersdorf.

Sportfreund Walter Froese ist derjenige, der die Fußballjugend von Bruchmühle zusammenhält.

Das erste Verbandsspiel wird im Bruchmühle gegen den sehr starken "BC Rüdersdorf" mit 1:2 verloren.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges ist dann endgültig Schluß mit dem Spielbetrieb.

 

Nach nur einem Jahr an der Schule wird die Lehrerin Clara Hunschke nach Wünsdorf versetzt. Der Lehrer Werner Dietrich wird zu ihrem Nachfolger bestellt.

 

Im Schuljahr 1933 / 34 wird erstmalig ein Elternbeirat an der Schule gewählt.

 

Am 27. August 1933 weiht man ein "Heldendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges" vor der Kapelle am Waldring ein.

Bereits Jahre zuvor gibt es Pläne zur Errichtung eines solchen Ehrenmales, deren Ausführung aber immer wieder verschoben wird.

Es soll möglichst wenig Kosten verursachen, weshalb man sich darauf einigt, dass es auch ein Feldstein sein könnte.

Vorher wird bereits ein Sockelgeschoss aus Naturstein errichtet, der diesen Gedenkstein einen würdigen Rahmen verleiht.

 

Anmerkung: Am 30. Januar 1933 beruft Reichspräsident von Hindenburg den Führer der NSDAP Adolf Hitler zum Reichskanzler.

 

In diesem Jahr erfolgen die Liquidierungen aller bisherigen unabhängigen Vereine, Verbände und Organisationen.

Am 27. Februar 1933 wird der ATSB aufgelöst. Mit dem Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 werden die Regionalverbände aufgelöst und dafür Verbände in den 16 Gauen gebildet.

Fußballvereine lösen sich auf bzw. Spielvereinigungen bilden sich neu.

Der Fußball wird zum Spielball der politischen Turbulenzen.

 

In diesem Jahr beginnt auch der Bau von Reichsautobahnen, u.a. mit der Einrichtung einer ersten Baustelle bei Finowfurt.

 

Landrat Dr. Max Weiß         ab 6. April 1933 im Amt

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